Baristas, DJs, Museumsführerinnen, Marktfrauen, Parkranger, Kollektive und Nachbarinnen beschreiben, was eine Ecke ausmacht. Sie teilen kleine Geschichten, Ritualzeiten, geheime Sitzplätze, saisonale Spezialitäten und höfliche Umgangsformen. Diese Perspektiven verwandeln bloße Treffer in lebendige Einladungen und geben Reisenden wie Einheimischen Orientierung, die respektiert, statt zu vereinnahmen oder zu glätten.
Leitlinien verhindern Monokultur: Mix aus Preisklassen, Küchen, Sprachen, Tageszeiten, Barrierefreiheit, familienfreundlichen Angeboten, queeren Räumen, Kulturorten und Naturerlebnissen. Jede Auswahl erzählt bewusst mehrere Geschichten, vermeidet Klischees und sorgt dafür, dass neue Orte nicht nur exotische Randnotizen bleiben, sondern gleichberechtigte Möglichkeiten, die unterschiedliche Bedürfnisse würdig bedienen.
Kuratorische Arbeit bedeutet rausgehen, probieren, dokumentieren, reflektieren. Ein Anruf bestätigt Öffnungszeiten, ein Besuch prüft Atmosphäre und Haltung, Fotos zeigen Details, Gespräche mit Betreiberinnen klären Intention. Aus dieser Nähe entsteht Vertrauen – und die Bereitschaft, Empfehlungen zu folgen, weil sie fühlbar von Menschen verantwortet sind, die sich kümmern und zuhören.
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